Helfen Sie Auszubildenden – ehrenamtlich!
Wer heute nach einem erfüllten Arbeitsleben in den Ruhestand geht, kann dem Fachkräftenachwuchs eine große Hilfe sein – eine Hilfe, auf die es ankommt! Denn zurzeit beginnt der Weg in den Beruf für viele Auszubildende mit einem Fehlstart. In Deutschland werden etwa 25 Prozent aller Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst, etliche bereits im ersten Jahr.
Im Rahmen seines bundesweiten Angebots VerAplus zur Verbesserung von Ausbildungserfolgen, das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert wird, gibt der Senior Expert Service (SES) Fachleuten im Ruhestand die Möglichkeit, sich für junge Menschen einzusetzen, denen die Ausbildung schwerfällt: als lebens- und berufserfahrene Vertrauenspersonen, die für Halt und Orientierung sorgen.
Als Mentorin oder Mentor können Sie viel bewirken. Sie begleiten Sie einen jungen Menschen durch die Ausbildung, treffen such in der Regel treffen einmal pro Woche mit ihr oder ihm, und geben Ihre Erfahrung und Ihr Wissen weiter. Gleichzeitig lernen Sie die Welt des Azubis kennen, und sie oder er erfährt mehr über Ihre.
So entsteht ein echter Austausch, von dem beide Seiten profitieren! |
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Sie möchten Auszubildende ehrenamtlich begleiten?
Dann bringen Sie mit
- Berufs- und Lebenserfahrung
- Offenheit und Freude am Austausch mit jungen Menschen
- Zuverlässigkeit und Empathie
- ehrenamtliches Engagement mit Herz für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs
Außerdem sind Sie bereit
- sich beim SES registrieren zu lassen
- an einem Einführungsworkshop teilzunehmen (verpflichtend)
- ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen
Wir freuen uns auf Ihre Registrierung!
Ihr Einsatz als Mentorin oder Mentor
Der Weg ins Mentoring bei VerAplus ist klar strukturiert: Zunächst lassen Sie sich beim SES registrieren, reichen ein erweitertes Führungszeugnis ein und nehmen an einem Einführungsworkshop teil.
Geht eine Anfrage ein, suchen wir nach einer passenden Begleitung – fachlich und regional. Wann Ihr erster Einsatz startet, hängt vom Bedarf der Auszubildenden ab.
Beim ersten Treffen lernen Sie sich kennen – und wenn die Chemie stimmt, beginnt Ihre Begleitung. Von da an treffen Sie sich regelmäßig, meist einmal pro Woche, um die oder den Azubi individuell zu unterstützen. Begleitet wird dieser Prozess von kurzen Berichten, die Sie halbjährlich an VerAplus geben. Am Ende steht ein Abschlussbericht.
Schulung und Begleitung – Sicher und gut vorbereitet
Vermittlung aller wichtigen Infos zum Programm, Ihrer Rolle und Umgang mit Herausforderungen
Kostenfreie Praxis-Workshops zur Vertiefung Ihrer Kompetenzen als Mentorin oder Mentor
Regionale Treffen mit anderen Ausbildungsbegleiterinnen und -begleitern
Persönliche Beratung und Unterstützung durch das VerAplus-Team bei allen Fragen und Anliegen
„In meinem Leben habe ich viel Unterstützung erfahren — jetzt möchte ich etwas zurückgeben. Bei VerAplus begleite ich junge Menschen bei schulischen Fragen, im Alltag und beim Start ins Berufsleben. Mir ist es wichtig, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben und Freude an Arbeit und Lernen zu vermitteln. VerAplus ist für mich eine Institution, die junge Menschen auf ihr Leben vorbereitet."
Johannes Hülsmann, Mentor aus Osnabrück
„In meiner Jugend war es gar nicht so einfach, die passende Ausbildung zu finden. Ich bin Umwege gegangen, bis ich meinen Traumberuf entdeckt habe. Diese Erfahrungen helfen mir heute, junge Menschen zu verstehen, die auf der Suche nach Orientierung sind. Bei VerAplus kann ich sie begleiten und ihnen zeigen, dass jeder Weg – auch mit Umwegen – zum Ziel führen kann.“
Bärbel Nöhring, Mentorin aus Leipzig
„Junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, ist für mich eine bereichernde Aufgabe. Ich kann meine Erfahrung weitergeben, zuhören und gemeinsam Lösungen finden, wenn es mal schwierig wird. Dabei lerne auch ich immer wieder Neues und nehme viel aus den Begegnungen mit – das macht das Engagement bei VerAplus für mich so besonders.“
Claus Oellerking, Mentor aus Schwerin
Das fragen Mentorinnen und Mentoren oft
Sie müssen sich beim Senior Expert Service (SES) registrieren lassen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Ja. Wir veranstalten bundesweit zweitägige Einführungsworkshops, bei denen Sie auf Ihre Aufgabe gezielt vorbereitet werden.
Für Sie und Ihre Fragen sind eine Koordinatorin oder ein Koordinator in der SES-Zentrale in Bonn und eine Regionalkoordinatorin oder ein Regionalkoordinator in Ihrer näheren Umgebung da. Namen und Kontaktdaten finden Sie hier.
Selbstverständlich. Sie haben bei Ihrer Registrierung angegeben, für welches Einsatzgebiet Sie sich interessieren. Daran orientieren wir uns bei der Vergabe von Experteneinsätzen. Natürlich können Sie Ihre Angaben zu den von Ihnen bevorzugten Einsatzregionen oder -themen jederzeit ändern. Wenden Sie sich bitte an:
Team Registrierung: 0228 26090-75 oder registrierung@ses-bonn.de
Wie verhalte ich mich, wenn...
Bitte geben Sie Ihrer Koordinatorin oder Ihrem Koordinator in Bonn bei Ausfallzeiten ab vier Wochen Bescheid. In solchen Fällen vermerken wir die Unterbrechung der Begleitung und setzen Ihre Monatspauschale entsprechend aus. Danach läuft die Ausbildungsbegleitung wie gewohnt weiter.
Bitte informieren Sie Ihre Koordinatorin oder Ihren Koordinator in Bonn. Wir versuchen dann, Kontakt herzustellen und weitere Informationen einzuholen. Sollte das erfolglos bleiben, wird die Begleitung beendet.
Hier ist Vorsicht geboten. Mit psychischen Erkrankungen umzugehen, ist nicht Ihre Aufgabe, sondern die von Fachleuten. Aber Sie können ermutigend wirken und die Inanspruchnahme professioneller Hilfe anregen. Gerne können Sie auch Ihre Begleitung zu Beratungsstellen oder anderen Einrichtungen anbieten. Ihre Unterstützung erfolgt dabei stets freiwillig. Wichtig ist, dass Sie Ihre Koordinatorin oder Ihren Koordinator in Bonn im Vorfeld über Ihre Schritte informieren.
Darf ich eigenständig...
Nein. Der Kontakt zu Dritten darf nur mit dem Einverständnis der oder des Auszubildenden aufgenommen werden.
Nein. Auch hier gilt: Der Kontakt zu Dritten darf nur mit dem Einverständnis der oder des Auszubildenden aufgenommen werden.
Sollten Sie gleichwohl das Bedürfnis haben, den Ausbildungsbetrieb in Ihre VerAplus-Begleitung einzubeziehen, besprechen Sie dies bitte zunächst mit Ihrer oder Ihrem Auszubildenden sowie Ihrer Regionalkoordinatorin oder Ihrem Regionalkoordinator.
Organisatorisches
Bitte informieren Sie Ihre Koordinatorin oder Ihren Koordinator in Bonn so früh wie möglich. Wir sprechen dann eine andere Person auf die Ausbildungsbegleitung an. Die Ihnen zugesandten Vertragsunterlagen können Sie vernichten.
Ja, ganz unbedingt. Sie können Ihre Hilfe bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz anbieten und Kontakte zu Kammern, zur Arbeitsagentur oder zur Jugendberufsagentur herstellen. Auch kann Ihre Begleitung zu Terminen bei diesen Institutionen hilfreich sein.
Wenn Sie beim SES registriert sind und angegeben haben, dass Sie sich für VerAplus-Begleitungen interessieren, erhalten Sie eine Einladung, sobald in Ihrer Nähe oder online ein Einführungsseminar stattfindet.
Bitte teilen Sie Ihrer Regionalkoordinatorin oder Ihrem Regionalkoordinator in jedem Fall mit, wenn die Ausbildungsbegleitung abbrechen sollte. Auch Ihre Koordinatorin oder Ihr Koordinator in Bonn benötigt diese Information.
Erfahrungsaustausche finden ein- bis zweimal pro Jahr in allen Regionen Deutschlands statt. Wenn Sie sich bereits für VerAplus engagieren, erhalten Sie eine Einladung, sobald wir in Ihrer Nähe einen Erfahrungsaustausch anbieten. Alternativ können Sie online an einem Einführungsworkshop teilnehmen. Die Termine finden Sie in unserem Veranstaltungsportal, für das Sie sich nach Ihrer Anmeldung als Senior Expert hier registrieren können. Es finden zudem regelmäßige „Stammtische“ und andere Treffen in kleinerem Rahmen statt.
Über unsere Homepage können Sie Infomaterial kostenfrei bestellen oder herunterladen.
Sie erhalten zweimal im Jahr einen VerAplus-Rundbrief und viermal im Jahr den allgemeinen Newsletter SES aktuell. Beides geht Ihnen per Mail zu. Viele nützliche Informationen finden Sie auch auf ueberaus.de und in unserem SE-Portal.
In diesem Fall können Sie gern mit uns Kontakt aufnehmen. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.
Verantwortung übernehmen – für eine starke Zukunft
VerAplus wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen der Initiative Bildungsketten gefördert. Für eine langfristige, flächendeckende Umsetzung sind wir jedoch auf zusätzliche Unterstützung durch Spenden und Förderpartnerschaften angewiesen.
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie engagierten Mentorinnen und Mentoren, Auszubildende individuell zu begleiten, zu stärken und auf ihrem Weg zum Ausbildungserfolg zu unterstützen. Jede Form der Förderung hilft bei der Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen und ist ein Beitrag zur Fachkräftesicherung und größerer Bildungsgerechtigkeit.